Leibniz-Forschungsverbund
Historische Authentizität

© ZZF/Dominik Juhnke

Historische Authentizität

Die Beschäftigung mit der Vergangenheit zielt in einer nie gekannten Intensität auf historische Authentizität. Sie ist begleitet von der Suche nach dem vermeintlich "Echten" und dem Bestreben, das "Wahre" und "Originale" zu erhalten. Dies zeigt sich in personen- und objektbezogenen Authentizitätskonstruktionen, etwa in der Wertschätzung von "Tradition", des "Zeitzeugen", des "authentischen Orts" oder des "authentischen Objekts".

In der Wissenschaft und in der Geschichts- und Wissensvermittlung äußert sich dies in der Rekonstruktion und Konservierung von historischen Spuren, in der Entwicklung von Schulbüchern und Karten, in der Konzeption von Denkmälern, Museen und Gedenkstätten ebenso wie in Debattenbeiträgen, die auf die kulturelle Speicher- und Formungsfunktion von Sprache zielen.

Die transdisziplinäre Erforschung dieses Phänomens und den mit ihm verbundenen Bestrebungen zur Autorisierung von Vergangenheit durch Authentisierung stehen im Mittelpunkt des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität.

Der Leibniz-Forschungsverbund ist eine neue Form der Kooperation zwischen historischen Grundlagenforschungsinstituten, Forschungsmuseen und bildungswissenschaftlichen Einrichtungen, die den Bogen von den Kulturwissenschaften zu den Sozial-, Technik- und Lebenswissenschaften schlagen. Er vereinigt 18 Leibniz-Einrichtungen sowie weitere Kooperationspartner.

Neu erschienen

"Historische Authentizität",
herausgegeben von Martin Sabrow und Achim Saupe,
Wallstein-Verlag Göttingen 2016.

Aktuelle Ausschreibung

Call for Papers
Workshop "Heritage Studies and Socialism: Transnational Perspectives on Heritage in Eastern and Central Europe" am Herder-Institut vom 24. bis 25. November 2016

Call for Papers
(Einreichungsfrist 15. Juni 2016)

Flyer

Den Flyer des Forschungsverbunds können Sie hier downloaden.