Leibniz-Forschungsverbund
Historische Authentizität

© ZZF/Dominik Juhnke

Unser Forschungsfeld

Die Beschäftigung mit der Vergangenheit zielt in einer nie gekannten Intensität auf historische Authentizität. Sie ist begleitet von der Suche nach dem vermeintlich "Echten" und dem Bestreben, das "Wahre" und "Originale" zu erhalten. Dies zeigt sich in personen- und objektbezogenen Authentizitätskonstruktionen, etwa in der Wertschätzung von "Tradition", des "Zeitzeugen", des "authentischen Orts" oder des "authentischen Objekts".

In der Wissenschaft und in der Geschichts- und Wissensvermittlung äußert sich dies in der Rekonstruktion und Konservierung von historischen Spuren, in der Entwicklung von Schulbüchern und Karten, in der Konzeption von Denkmälern, Museen und Gedenkstätten ebenso wie in Debattenbeiträgen, die auf die kulturelle Speicher- und Formungsfunktion von Sprache zielen.

Die transdisziplinäre Erforschung dieses Phänomens und den mit ihm verbundenen Bestrebungen zur Autorisierung von Vergangenheit durch Authentisierung stehen im Mittelpunkt des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität.

Der Leibniz-Forschungsverbund ist eine neue Form der Kooperation zwischen historischen Grundlagenforschungsinstituten, Forschungsmuseen und bildungswissenschaftlichen Einrichtungen, die den Bogen von den Kulturwissenschaften zu den Sozial-, Technik- und Lebenswissenschaften schlagen. Er vereinigt 18 Leibniz-Einrichtungen sowie weitere Kooperationspartner.

Die nächsten Termine

Call for Papers und Workshop "Historische Authentizität und Medien"
Einsendeschluss 28. Februar, Workshop 13. bis 14. Juli 2017 |
ZZF Potsdam
Zum Call for Papers

Tagung "How Long are New Towns New?"
23. bis 24. Februar 2017 |
ZZF Potsdam
Zum Programm (Englisch)

Tagung "Authentizität als Kapital historischer Orte"
1. bis 3. März 2017 |
KZ-Gedenkstätte Dachau
Zum Programm

 

 

Flyer

Den Flyer des Forschungsverbunds können Sie hier downloaden.

Neuerscheinung

Historische Authentizität, herausgegeben von Martin Sabrow und Achim Saupe, Göttingen: Wallstein-Verlag 2016.