Leibniz-Forschungsverbund
Historische Authentizität

© ZZF/Dominik Juhnke

Unser Forschungsfeld

Die Beschäftigung mit der Vergangenheit zielt in einer nie gekannten Intensität auf historische Authentizität. Sie ist begleitet von der Suche nach dem vermeintlich "Echten" und dem Bestreben, das "Wahre" und "Originale" zu erhalten. Dies zeigt sich in personen- und objektbezogenen Authentizitätskonstruktionen, etwa in der Wertschätzung von "Tradition", des "Zeitzeugen", des "authentischen Orts" oder des "authentischen Objekts".

In der Wissenschaft und in der Geschichts- und Wissensvermittlung äußert sich dies in der Rekonstruktion und Konservierung von historischen Spuren, in der Entwicklung von Schulbüchern und Karten, in der Konzeption von Denkmälern, Museen und Gedenkstätten ebenso wie in Debattenbeiträgen, die auf die kulturelle Speicher- und Formungsfunktion von Sprache zielen.

Die transdisziplinäre Erforschung dieses Phänomens und den mit ihm verbundenen Bestrebungen zur Autorisierung von Vergangenheit durch Authentisierung stehen im Mittelpunkt des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität.

Der Leibniz-Forschungsverbund ist eine neue Form der Kooperation zwischen historischen Grundlagenforschungsinstituten, Forschungsmuseen und bildungswissenschaftlichen Einrichtungen, die den Bogen von den Kulturwissenschaften zu den Sozial-, Technik- und Lebenswissenschaften schlagen. Er vereinigt neunzehn Leibniz-Einrichtungen sowie drei weitere Kooperationspartner.

Die nächsten Termine

Leibniz-Fellowships Historical Authenticity 2018:
Deadline 5. November 2017
zur Ausschreibung

Internationaler Workshop:
"Material Authenticity of the Ephemeral. Historical Authenticity in the Museum IV"
Deutsches Museum München | 16.-18. Oktober 2017
Programm (Download)

Flyer

Den Flyer des Forschungsverbunds können Sie hier downloaden.

Neuerscheinung

Authentisierung im Museum. Ein Werkstatt-Bericht

 

 


Thomas Eser, Michael Farrenkopf, Dominik Kimmel, Achim Saupe, Ursula Warnke (Hg.), Mainz 2017.

Online und Open Access erschienen bei Heidelberg: Propylaeum.

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