Leibniz-Forschungsverbund
Historische Authentizität

© IEG/H.P. Jürgens

Berichte und News

Tagung: Authentizität als Kapital historischer Orte

"Die Frage, ob historische Authentizität für die Kategorisierung von Gedenk- und Erinnerungsstätten sowie Dokumentationszentren und Geschichtsmuseen aussagekräftig sei, stand auf der interdisziplinär konzipierten Tagung "Authentizität als Kapital historischer Orte" im Fokus des Interesses."

Zum vollständigen Tagungsbericht auf H-Soz-Kult

Unter dem Titel "Wie umgehen mit der Erinnerung?" berichtete auch die Sendung Fazit im Deutschlandradio Kultur über die Tagung. Die Sendung als Podcast gibt es hier:

Zum Download

Die ganze Sendung vom 3. März auf Deutschlandradio Kultur


Vortrag: "The Concept of Cultural Heritage – Its History and its Challenges"

In ihrem englischsprachigen Vortrag beleuchtete die Literaturwissenschaftlerin Aleida Assmann das Konzept des kulturellen Erbes im Hinblick auf Fragen von Authentizität und aus der Perspektive der Gedächtnisforschung. Der Vortrag wurde im Rahmen des Forschungsprojekts "Wissen der Welt - Erbe der Menschheit: Die Geschichte des Weltkultur- und Naturerbes der UNESCO" des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte und des Leibniz Forschungsverbunds "Historische Authentizität" am 19. Januar 2017 gehalten.

Falls das Video nicht richtig dargestellt wird, kann es hier auf Youtube abgerufen werden.


Tagungsbericht: Heritage Studies and Socialism

"The Workshop [...] aimed to debate concepts of temporality, authenticity, and originality as core concepts of heritage and brought together scholars of heritage studies concerning Central and Eastern European countries during socialism."

Zum vollständigen Tagungsbericht auf H-Soz-Kult (in Englisch)


Tagungsbericht: Geschichte als Gegenwartsreligion?

"Ausganspunkt der von Martin Sabrow (Potsdam) und Achim Saupe (Potsdam) geleiteten Sektion „Geschichte als Gegenwartsreligion?“ war der Befund, dass die gegenwärtige Geschichtskultur sich durch sakralisierende Züge auszeichne."

Zum vollständigen Tagungsbericht auf H-Soz-Kult


Ringvorlesung: "Die Sehnsucht nach dem Echten"

Martin Sabrow eröffnete am 24. Oktober die Ringvorlesung "Die Sehnsucht nach dem Echten" mit einem Beitrag über "Historische Authentizität". Die Vorlesungsreihe findet noch bis zum 13. Februar 2017 wöchentlich im Auditorium des Deutschen Historischen Museums statt.


Presse: Etwas, "das dem Original nahekommt" | Juli 2016

"Was ist echt? Welche Strategien gibt es, um etwas als echt, beziehungsweise authentisch erscheinen zu lassen? Diesen Fragen stellten sich am Freitag die Teilnehmer eines Werkstattgesprächs im Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz. "Von der Simulation zur Imagination: Grenzen historischer Authentizität " lautete der Titel der vom Leibniz-Forschungsverbund ausgerichteten Veranstaltung. Die Frage danach, wann etwas als authentisch gelten kann, wird vor allem dann aktuell, wenn die Authentizität von etwas infrage steht - etwa bei wissenschaftlichen Plagiaten, oder manipulierten Bildern."

Artikel von Bernd Funke, Allgemeine Zeitung vom 4. Juli 2016


Museen - Orte des Authentischen? | März 2016

"Bewegte Bilder ausgestorbener Tiere, nachgebaute Musikinstrumente der Steinzeit, Re-Enactment von Gladiatorenkämpfen: Museen setzen auf neue Darstellungsformen, das originale Objekt tritt in den Hintergrund. Wo bleibt die Authentizität?", fasst der WDR die Leitfrage der Internationalen Fachtagung am Mainzer RGZM vom 3. bis 4. März 2016 zusammen. Und das Kultur-Museum-Blog ergänzt: "Die einfache Ineinssetzung von Original – noch so ein schwieriger Begriff – und Authentizität bietet für das Museum jedenfalls keinen nennenswerten Mehrwert. Was aber sollen wir dann mit der Authentizität anfangen?"


Workshop-Bericht: Sammeln im Exil | Februar 2016

Achtzehn Teilnehmende fanden sich am 23. und 24. Februar 2016 im Herder-Institut (HI) in Marburg ein, um Forschungsarbeiten und Archivbestände im Rahmen des Workshops "Sammeln im Exil. Imagination einer zurückgelassenen Heimat" zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung (HI) in Marburg und dem Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München organisiert sowie vom Leibniz-Forschungsverbund "Historische Authentizität" finanziell unterstützt.

Zum vollständigen Bericht (PDF Download)


Presse: Nur das Echte zählt | Dezember 2015

"Ob in der Politik, Kultur, im Sport oder im Privaten: Der Drang nach Authentizität bestimmt die Gesellschaft von heute. Das Phänomen hat eine lange Geschichte und beschäftigt inzwischen auch Historiker."

Zum Tagesspiegel-Artikel von Achim Saupe
Wiederabdruck auf der "Leibniz 2016"-Seite


Tagungskommentar: Nostalgia | September 2015

"In his paper ‘Good Old Things': Nostalgia and the Discourse of Historical Authenticity ACHIM SAUPE explored the relationship between nostalgia and authenticity by exploring the changing meaning and usages of the two terms in the nineteenth and twentieth century and by looking at the contemporary 'nostalgia industry'."

Zum vollständigen Kommentar auf dem Tagungsblog


Authentisierung von StadtLandschaften II | Juli 2015

"Im Rahmen des Leibniz-Forschungsverbunds „Historische Authentizität“ veranstaltete das IRS Erkner am 3. Juli 2015 einen Workshop zum Thema „Authentisierung von StadtLandschaften“, der zugleich die Folge-Veranstaltung einer Tagung war, die der Forschungsverbund 2014 in Potsdam am Zentrum für Zeithistorische Forschung veranstaltet hatte."

Zum Tagungsbericht (PDF Download)


Presse: "Künstliche Wahrheiten" | Mai 2015

"Die Erkundung der historischen Authentizität, wie sie der Leibniz-Forschungsverbund vorantreibt, untersucht nicht nur "gefühlte" Identität im "gefühlt" authentischen Erleben von Geschichte. Eine wesentliche Erkenntnis liegt in der Feststellung begründet, dass Authentiziät nicht per se existiert, sondern nur in der Zuschreibung durch den Adressaten."

Zum Feature des Deutschlandradios vom 14. Mai 2015


Konzepte des Authentischen | März 2015

"Der Workshop "Konzepte des Authentischen - Prozesse der Authentisierung", der am 19. und 20. März 2015 in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim im Rahmen des Leibniz-Forschungsverbunds "Historische Authentizität" stattfand, verfolgte das Ziel, in diachroner und systematischer Perspektive exemplarisch nachzuzeichnen, wie im Umgang mit Texten und Personen bzw. mit ihnen in Verbindung stehenden Artefakten Vorstellungen des ,Authentischen' sichtbar werden."

Zum Tagungsbericht auf HSozKult


Suche nach historischer Authentizität | Februar 2015

"'Lokale Geschichte(n), (Macht-)Politik und die Suche nach historischer Authentizität' lautete der Titel einer Tagung am 27. und 28. Februar 2015 am Zentrum Moderner Orient (ZMO) in Berlin. Sie fand unter dem Dach des Leibniz-Forschungsverbundes "Historische Authentizität" statt und wurde von den an dem Verbund beteiligten Forschungseinrichtungen ZMO, Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI), Braunschweig, und dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt am Main, ausgerichtet.

Ziel der Tagung war es, die Nutzung von Geschichte durch lokale politische Akteure in verschiedenen regionalen Kontexten Europas, Afrikas und Asiens zu beleuchten. In der Tat kann die Behauptung historischer Authentizität zu einem wichtigen Argument in Konflikten um Machtzugänge und ökonomische Ressourcen werden."

Zum Tagungsbericht auf HSozKult


Presse: "Die Attraktion der Schattenorte" | Februar 2015

"Topographie des Terrors, Bunker und der Checkpoint Charlie: Berlin gilt als „Rom der Zeitgeschichte“, bei Touristen kommt das Histotainment gut an. Welches Bild dabei vermittelt wird, analysiert der Potsdamer Historiker Hanno Hochmuth in einem Gastbeitrag."

Zum Tagesspiegel-Artikel vom 20. Februar 2015


Authenticity and Victimhood | Dezember 2014

"Die Beziehung zwischen Tätern und Opfern spielt eine konstitutive Rolle in der Geschichte des 20. Jahrhunderts und birgt ein schwieriges kulturelles Erbe. Entscheidend ist dabei nicht nur die Opfererfahrung selbst, sondern ihre gesellschaftliche und politische Anerkennung in den jeweiligen nationalen Erinnerungskulturen. Diesen Prozessen widmeten sich Expertinnen und Experten aus Europa, Nordamerika und Asien in einer gemeinsamen Tagung des Instituts für Zeitgeschichte München - Berlin, des Leibniz-Forschungsverbundes „Historische Authentizität“, der Munk School of Global Affairs in Toronto, des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam, des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig und der Stiftung Topographie des Terrors, in deren Räumen die Konferenz stattfand."

Zum Tagungsbericht auf HSozKult


Authentisierung von StadtLandschaften | Juni 2014

Die Tagung "Authentisierung von StadtLandschaften" widmete sich Authentizitätsvorstellungen bei der Rekonstruktion von historischen Bauten und Städten, im Rahmen des Weltkulturerbes und im Geschichtstourismus.

Zum Tagungsbericht auf HSozKult


Presse: Vergangenheit als Ressource | Mai 2014

"Es geht der Leibniz-Forschung nicht nur um die Aufarbeitung von Vergangenheit, sondern insbesondere auch um das, was Martin Sabrow die "Meta-Reflexion" nennt: Sie stellt die Frage nach dem jeweiligen Umgang mit Vergangenheit und dem permanenten Wandel in der Gegenwart. Was sagt es eigentlich über die heutige deutsche Gesellschaft aus, wenn sie sich plötzlich so intensiv einem Krieg zuwendet, der rund 90 Jahre mehr oder weniger vergessen war? Und weshalb wird ein über viele Jahre akzeptiertes Denkmodell über die Ursachen des Ersten Weltkriegs heute ohne Weiteres beiseitegeschoben?"

Zum Tagesspiegel-Artikel vom 8. Mai 2014


Arbeitstreffen in Bochum und Potsdam | März 2014

"(V)Ermittlung des Authentischen"

Das Arbeitstreffen der Themenlinie 2 fand am 4. März 2014 in Bochum statt. Eingeladen hatte das Deutsche Bergbaumuseum (DBM). Weitere Teilnehmer kamen vom Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM), vom Institut für Wissensmedien (IWM), vom Museum für Naturkunde (MfN), vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM) sowie der Senckenberg-Gesellschaft (SGN).

Als Obertitel der Themenlinie wurde „(V)Ermittlung des Authentischen im Museum“ festgehalten. Betont wurde, dass Fragen der Ermittlung und Vermittlung historischer Authentizität immer wertbezogen sind. Praktiken des Authentisierens begründen den Wert von Objekten und Sammlungen, gleichzeitig beeinflussen diese Werte wissenschaftliche Verfahren und museale Präsentationsweisen. Langfristiges Ziel der Themenlinie soll die Veröffentlichung mehrerer Publikationen sein, die das Thema Authentizität für die Arbeit in Museen, Sammlungen und Archiven umfassend reflektieren.

Eine Fahrt auf den Förderturm sowie der Besuch im Anschauungsbergwerk des DBM rundeten die Veranstaltung ab.

"Authentizität als politisches und kulturelles Argument"

Zum Arbeitstreffen der Themenlinie 4 am 10. März 2014 kamen Vertreter des  Marburger Herder-Instituts (HI), des Berliner Zentrums Moderner Orient (ZMO), der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) zum Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) nach Potsdam angereist. Ziel des Arbeitstreffens war es, die Themenlinie „Authentizität als kulturelles Argument“ mit Leben zu füllen, Projekte und Themen aus den verschiedenen Instituten zusammenzubringen sowie Themen für neue Forschungsprojekte zu eruieren.

Die Forschungsprojekte der Themenlinie sollen insbseondere klären, warum in heutigen Geschichtsdiskursen der Authentizitätsbegriff inflationär verwendet wird, warum die Berufung auf Authentizität einen affektiven Wert darstellt und weshalb dem Authentischen eine besondere gesellschaftliche Geltungskraft zugesprochen wird.


Die Aura des Originals – alles nur ein Fake? | Februar 2014

Studie über Wirkung von authentischen Museumsobjekten (Deutsches Museum - München, 19.02.2014) Authentische, originale Objekte sind seit jeher die Stars der meisten Museen und Ausstellungen. Wissenschaftler des Deutschen Museums in München und des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) in Tübingen haben nun versucht, das Geheimnis um die sprichwörtliche Aura jener Originale zu lüften. In einer kürzlich veröffentlichten Studie kommen sie zu einem überraschenden Ergebnis: Technische Details und Einblicke in die Funktionsweise der ausgestellten Objekte stehen bei den meisten Besuchern eines Museums für Wissenschaft und Technik deutlich höher im Kurs als ihre Originalität.

Zum Pressetext


2. Workshop und Mitgliederversammlung, Berlin | November 2013

Am 27. und 28. November fand in Berlin der zweite Workshop des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität statt sowie anschließend die Mitgliederversammlung 2013. Präsentiert wurden Papiere zu den Themen Vermittlungsforschung (Dominik Kimmel), StadtLandschaften als historische Überlieferungsräume (Christoph Bernhardt) sowie zum Themenbereich Sprache und kulturelles Gedächtnis (Heidrun Kämper).

In der anschließenden Diskussion wurden zunächst vier Themenlinien des Forschungsverbunds gebildet, die die weitere Arbeit der neu gegründeten Arbeitsgruppen strukturieren sollen: "Praktiken der Authentisierung in Museen und sammlungsbezogenen Forschungseinrichtungen", "Überlieferungsräume historischer Authentizität", "Authentizität als kulturelles Argument" sowie sprach- und ideengeschichtliche Zugänge zum Thema. Im angeregten Meinungsaustausch, in den die Expertise aus verschiedensten Disziplinen einfloss, wurde das Potential des transdiziplinären Forschungsverbunds deutlich.


Kick-off Workshop, Mainz | Juni 2013

Kennenlernen, Leitfragen formulieren, Themencluster bilden: Vom 19. bis 20. Juni 2013 fand in Mainz das erste Treffen des Leibniz-Forschungsverbunds "Historische Authentizität" statt. Zum Kick-off Workshop, der den Verbund thematisch konstituierte, traf man sich in den Räumlichkeiten der beiden Mainzer Verbundteilnehmer, dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM) und dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG). Mitglieder aus 15 verschiedenen Forschungseinrichtungen und zahlreiche weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung.

Den Auftakt der Abendveranstaltung im lichtdurchfluteten und sommerlich heißen Forum des Museums für Antike Schiffahrt des RGZM machte Martin Sabrow. Mit seiner Keynote über "Die Sehnsucht nach dem Authentischen als wissenschaftliche Herausforderung" skizzierte der Sprecher des Forschungsverbunds Problemfelder und erste Forschungsideen.

Grundlage für die Diskussionen am Folgetag in der Bibiothek des IEG waren drei Input-Referate, die von Mitgliedern des Verbundes kommentiert und erweitert wurden. Thomas Thiemeyer (Universität Tübingen) beschäftigte sich unter den Stichworten Werk, Exemplar und Zeuge mit den Charakteristiken von Museumsdingen. Susanne Knaller (Universität Graz) betonte die ästhetischen Dimensionen für das Forschungsfeld Historische Authentizität. Michael Rothmann (Leibniz-Universität Hannover) setzte sich mit Authentifizierungsstrategien in Mittelalter und Früher Neuzeit auseinander.

Den Abschluss des Workshops bildete ein Strategiegespräch, in dem Leitfragen und Problemhorizonte des Forschungsverbunds herausgearbeitet wurden.

Vortrag von Thomas Thiemeyer

Impressionen vom Kick-off Workshop


Authentizität – Artefakt und Versprechen in der Archäologie | Mai 2013

"Die Frage nach und das Versprechen von Authentizität ist die Gretchenfrage jeder Museumsarbeit. Es ist aber auch die Gretchenfrage jeder Form von Wissen und seiner Kommunikation: „Ist das wahr?“ ist ebenso wie „Ist das echt/alt/original...?“ eine Frage, die den Nachweis von Authentizität einfordert. Aber was ist der Nachweis von Authentizität bzw. welche Kriterien gelten im Rahmen bestimmter Diskurse als solche, die das Versprechen der Authentizität affirmieren?"

Zum Tagungsbericht auf HSozKult